Tagung Langzeitpflege
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Tagung Langzeitpflege

HERAUSFORDERUNGEN UND PERSPEKTIVEN

Die Fachtagung befasst sich mit aktuellen Entwicklungen in Bereich der Langzeitpflege. Dabei wollen wir den interdisziplinären Austausch ermöglichen und den Dialog unter den verschiedenen Akteuren – Leistungserbringer, öffentliche Hand, Versicherer und Patienten fördern. Die Tagung leistet einen konstruktiven Beitrag für eine fachlich fundierte und wirtschaftlich effiziente Grundversorgung in der Langzeitpflege.

Angesichts des demografischen Wandels in der Schweiz und dem damit verbundenen Anstieg an Menschen, die Langzeitpflege und -betreuung benötigen, bestehen nicht nur für Heime, Spitex und die weiteren Institutionen der Alterspflege, sondern auch für Bund, Kantone und Krankenversicherer grosse Herausforderungen. Wie sieht die Versorgungsdichte der Alterspflege aus – gibt es langfristig genügend Langzeitplätze in Alters- und Pflegeheimen? Wie kann der Fachkräftemangel behoben werden – gibt es genügend Pflegepersonal, um der zunehmenden Anzahl Patienten in Pflegeheimen gerecht zu werden? Welche Strukturen und Dienstleistungen sind nötig, um diese Herausforderungen zu meistern? Und wie kann bei Versorgungsknappheit trotzdem ethisch und moralisch richtig entschieden werden?

Die RVK-Tagung «Langzeitpflege» findet jährlich statt und widmet sich aktuellen Themen aus der Praxis der Langzeitpflege und -betreuung, deren Finanzierung, Herausforderungen und Best Practices.

Hier kommen Sie zur nächsten Tagung Langzeitpflege vom 15.12.2020
«Pflege im Spannungsfeld zwischen Ethik, Medizin und Ökonomie»

 

Zielgruppe

Die Tagung richtet sich an die Verantwortlichen von

  • Alters- und Pflegeheimen
  • Spitex-Organisationen
  • Gemeinden, Bezirken und Städten
  • Kantonalen Gesundheitsdepartementen
  • Verbänden und weiteren Institutionen der Alterspflege
  • Patientenorganisationen
  • Krankenversicherer
     

Nutzen

Die Tagung beleuchtet die Herausforderungen im Bereich Langzeitpflege und -betreuung, mit welchen Alters- und Pflegeheime, Spitex-Institutionen und Gemeinden konfrontiert sind. Um das Thema zu veranschaulichen und zu konkretisieren, werden an der Tagung Beispiele guter Praxis präsentiert und diskutiert.
 

Patronatspartner

Unsere Patronatspartner geben Anregungen und nennen Themen, die die Tagung aus ihrer Sicht aufgreifen sollte. Dem Patronat gehören folgende Organisationen an:

Gut zu Wissen: Die Langzeitpflege und Pflegefinanzierung in der Schweiz

Seit 1996 ist die Pflege eine Pflichtleistung der Krankenversicherung, was einen rasanten Anstieg der Pflegekosten zur Folge hatte. 2011 wurde die Pflegefinanzierung überarbeitet – die drei Parteien Krankenkassen, öffentliche Hand und Betroffene teilen seither die Pflegekosten untereinander auf. Betreuungsleistungen und Hotellerie gehen auf die Kosten der pflegebedürftigen Personen. Für die hohen Pflegekosten der Heime kommen die Bewohnerinnen und Bewohner meist mit ihrer gesamten Rente auf. Wer mit der Rente die minimalen Lebenskosten nicht decken kann, erhält als Ergänzung zur AHV sogenannte Ergänzungsleistungen. Diese spielen in der Schweiz die Rolle einer Pflegeversicherung.

In den Kantonen haben sich über die Zeit verschiedene Betreuungsmodelle entwickelt, in welchen sich die Praktiken und Strukturen der Betreuung von älteren Menschen deutlich unterscheiden. Während die Zentralschweizer Kantone mehr auf die stationäre Pflege setzt und alte Menschen häufiger in Heimen betreut, nehmen die lateinischen Kantone verhältnismässig häufiger Spitex-Leistungen in Anspruch. Die Heimbewohner der lateinischen Kantone sind deshalb durchschnittlich älter und weisen einen grösseren Pflegebedarf auf. Es braucht die ambulante Pflege sowie stationäre Pflegeleistungen zusammen – beide Angebote sollen innerhalb der Gesamtversorgung verschiedene Funktionen einnehmen.

Das System der Pflegefinanzierung hat sich bisher bewährt. In den nächsten Jahren wird die grosse Babyboomer Generation jedoch das Rentenalter erreichen und Experten rechnen damit, dass die Kosten enorm ansteigen wird. Wer für diese Kosten aufkommt, wird Gegenstand von intensiven Diskussionen sein.
 

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Chantal Koller

Chantal Koller
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