Stress und Cortisol: Wenn der Körper im Dauer-Alarm bleibt
Cortisol ist ein lebenswichtiges Hormon, das im Körper vor allem in Stresssituationen ausgeschüttet wird. Kurzfristig ist das sinnvoll: Es hilft, Energie bereitzustellen, die Aufmerksamkeit zu steigern und den Körper leistungsfähig zu machen. Problematisch wird es jedoch, wenn Stress nicht abklingt und der Cortisolspiegel dauerhaft erhöht bleibt.
Bei anhaltendem Stress produziert der Körper kontinuierlich Cortisol. Das kann verschiedene Auswirkungen haben – etwa Schlafprobleme, eine erhöhte Reizbarkeit oder Konzentrationsschwierigkeiten. Auch körperlich macht sich ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel bemerkbar, zum Beispiel durch ein geschwächtes Immunsystem oder Veränderungen im Stoffwechsel.
Langfristig kann chronischer Stress den natürlichen Rhythmus des Hormons stören. Normalerweise sinkt der Cortisolspiegel am Abend, um dem Körper Ruhe zu ermöglichen. Bleibt er jedoch hoch, fällt das Abschalten schwer. Umso wichtiger ist es, bewusst für Ausgleich zu sorgen – etwa durch Bewegung, Entspannung oder ausreichend Schlaf –, damit der Körper wieder in Balance kommen kann.