Wasservergiftung: Kann man wirklich zu viel Wasser trinken?
Wasser ist lebenswichtig – doch wie bei vielen Dingen gilt auch hier: Die Menge macht den Unterschied. In sehr seltenen Fällen kann es tatsächlich zu einer sogenannten Wasservergiftung kommen, medizinisch als Hyponatriämie bezeichnet.
Dabei wird innerhalb kurzer Zeit extrem viel Wasser getrunken, sodass der Natriumgehalt im Blut stark verdünnt wird. Natrium ist jedoch wichtig für die Regulation des Flüssigkeitshaushalts in den Zellen. Ist die Konzentration zu niedrig, kann Wasser in die Körperzellen einströmen, was im schlimmsten Fall zu Schwellungen im Gehirn und ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen kann.
Im Alltag ist dieses Risiko sehr gering, da gesunde Nieren grosse Mengen Wasser problemlos ausscheiden können. Gefährlich wird es vor allem dann, wenn sehr grosse Mengen in kurzer Zeit konsumiert werden – etwa bei extremen Ausdauerbelastungen oder Wettkämpfen, bei denen übermässig viel ohne Elektrolytausgleich getrunken wird.